../../icons/Logo.pngPraktische Elektronik

Aufbau auf Steckboards

Steckboards, Steckbretter oder Steckplatinen erlauben es, sowohl elektronische Bauelemente zu befestigen als auch zu verbinden. Sie sind meistens in einem Raster von 2,54mm (1/10 Zoll) realisiert. Fast alle haben jeweils fünf Kontakte, die miteinander verbunden sind. Sie sind so angeordnet, dass Dual-In-Line-Gehäuse (DIL) leicht eingesteckt werden können.

TasterUndLED-Detail.png
Bild 1: Einfaches Steckboard mit Bauelementen

In Bild 1 sind die Fünfer-Blöcke der Steckkontakte gut zu erkennen. In der Mitte sind zwei Raster ohne Kontakte. Das entspricht dem Abstand zwischen den Pins eines DIL-Gehäuses. Verbindungen werden mit Drahtbrücken erstellt.

Der Aufbau in Bild 1 ist nicht ideal, weil

  • die Anschlussdrähte des Widerstands und der LED nicht gekürzt wurden
  • der Taster beim Betätigen leicht aus den Kontakten hüpft
Versuchsaufbau_org.jpg
Bild 2: Steckboard mit komplexerer Schaltung

Bauelemente mit DIL-Gehäuse sind über der mittleren Reihe platziert. Andere können so positioniert werden, dass jeder Anschluss jeweils mit einem Kontakt-Block verbunden ist. Die waagerechten Reihen oben und unten werden meistens für die Stromversorgung verwendet.

Ein gut überlegter Aufbau vermeidet Fehler

  • beim Entwurf kann ein Programm wie PEBBLE helfen
  • hilfreich für Anfänger
  • Bauteile sinnvoll anordnen, so dass
  • möglichst wenige Drahtbrücken benötigt werden und
  • die Verbindungen kurz sind.
  • blanke Drähte vermeiden
  • blanke Drahtbrücken nur für benachbarte Kontakte
  • Drähte von Bauelementen auf etwa 8mm kürzen
  • bei LEDs wird die Anode etwas länger gelassen
  • alle Verbindungen mit isolierten Drähten
  • Verbindungen
  • möglichst nur horizontale oder vertikale Verbindungen
  • möglichst mit starrem Drahtbrücken (0,4 bis 0,6mm Durchmesser) erstellen
  • nur für oft geänderte Verbindungen flexible Leistungen mit Steckern
  • sie sind relativ teuer und brechen leicht
  • Kreuzungen vermeiden
  • möglichst keine Leitungen über Bauelemente führen
  • Leitungen flach verlegen

Bei Wkipedia gibt es schönes Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

Die Drahtbrücken können leicht selbst aus isoliertem Draht mit 0,4 bis 0,6mm Durchmesser hergestellt werden.

Die Drahtbrücken gibt es fertig konfektioniert in verschiedenen Längen.

Die Farben entsprechen den Farben der Widerstandskennung:

Farbe kurz lang
schwarz
braun 10
rot 2 20
orange 3 30
gelb 4 40
grün 5 50
blau 6
violett 7
grau 8
weiß 9

Steckboards sind in der Regel nicht für hohe Frequenzen geeignet insbesondere bei Analogschaltungen. Die Digitalschaltung in Bild 2 läuft allerdings bei Frequenzen bis zu 80MHz.

Attention attention

Nicht überlasten

Ein Steckboard ist nicht geeignet für

  • Spannungen über 60V und
  • Ströme über 2A.
Attention attention

Gegurtete Bauelemente

Häufig werden Bauelemente (Widerstände, Kondensatoren) gegurtet geliefert. An den Drahtenden haften Kleberreste. Damit werden die Kontakte des Steckboards verschmutzt.

  • Deshalb die Enden gegurteter Bauelemente immer kürzen.
Attention pin

SMD

Steckboards sind nicht unmittelbar für SMD geeignet. Dafür gibt es Adapter-Platinen. Sie bringen die Anschlüsse eines SMD-Bauteils auf das 2,54mm Raster. In die Lötpunkte des Adapters werden Lötstifte gelötet, die sich in die Kontakte des Steckboards stecken lassen.

Attention pin

Module

Adapter für SMD-Bauelemente mit bis zu vier Anschlüssen können mit Lochrasterplatinen einfach erstellt werden.

Weiterhin lassen sich einfache Helfer als Module für das Steckboard erstellen.

Tool für den Entwurf

Für den Entwurf von Schaltungen auf Steckboards gibt es ein pfiffiges Programm von PICAXE.

Pebble ist ein virtuelles Steckboard und läuft im Browser. Es wird von WestAust55 gepflegt.

Näheres unter Pebble.