Die Eingänge ungenutzter Operationsverstärker dürfen niemals offen bleiben.
Ein Operationsverstärker mit offenen Eingängen kann Schwingungen verursachen.
Zudem kann er einen relativ hohen Stromverbrauch verursachen.
Die Eingänge von Operationsverstärkern sollten nie unmittelbar an Masse gelegt werden.
Bei dualer Stromversorgung kann durch eine asymmetrische Abschaltung der Stromversorgung der Eingang z. B. die Schutzdioden beschädigt werden.
Die Eingänge von Operationsverstärkern sollten nie unmittelbar an eine Versorgungsspannung angeschlossen werden.
Durch die Schutzdioden am Eingang kann ein Strom vom Eingang zur Stromversorgung gelangen und der restlichen Schaltung eine Stromversorgung vorgaukeln.
Es kann zum Latch-up-Effekt kommen. Dabei zieht der Operationsverstärker massiv Strom, bis er durchbrennt.
Viele Operationsverstärker arbeiten nicht mehr korrekt, wenn sich die Eingänge der Stromversorgung bis auf 1 V bis 2 V nähern.
Operationsverstärker mit Rail-to-Rail-Eingang können zwar bis zur Stromversorgung gehen, sollten aber dennoch nicht unmittelbar an die Stromversorgung angeschlossen werden.
Ein Eingang eines Operationsverstärkers mit nur einer Stromversorgung, dessen Eingänge bis auf 0 V gehen können (z. B. LM358, MCP6002), kann an 0 V, Masse gelegt werden.
Dies gilt jedoch nicht, wenn der Operationsverstärker nicht benutzt wird.
Die beiden Eingänge eines Operationsverstärkers dürfen nie zusammengeschlossen werden.
Der Operationsverstärker kann am Ausgang instabile Zustände und Schwingungen erzeugen.
Eingänge eines Operationsverstärkers sollten nie unterhalb oder oberhalb des zulässigen Eingangsspannungsbereichs betrieben werden.
Es kann zum "Phase Reversal" kommen, d. h., die Ausgangsspannung wechselt plötzlich von einer positiven zu einer negativen Spannung. Die Schaltung ist dann nicht mehr beherrschbar.
Einige Operationsverstärker (z. B. LM358) können mit einer negativen Eingangsspannung von -0,3 V betrieben werden. Wird diese Spannung auch nur geringfügig überschritten (z. B. um 0,1 V), kann es zum "Phase Reversal" kommen.
Goldene Regeln
Für unbenutzte Operationsverstärker gilt:
Den invertierenden (-) Eingang an den Ausgang anschließen.
Den nicht invertierenden (+) Eingang über einen Spannungsteiler auf die halbe Versorgungsspannung legen.
Mehrere unbenutzte Operationsverstärker können denselben Spannungsteiler verwenden.
Auch Operationsverstärker mit Rail-to-Rail-Eingang sollten nicht über einen Widerstand oder unmittelbar an Masse gelegt werden.
Eingänge schützen:
Externe Spannungen sollten nie unmittelbar an den Eingang eines Operationsverstärkers gelegt werden.
Bei einem Operationsverstärker mit Schutzdioden am Eingang genügt in der Regel ein Widerstand von 10 kΩ oder mehr.
Bei einem Operationsverstärker ohne Schutzdioden am Eingang werden hinter einem Widerstand zwei Schutzdioden in Sperrrichtung gelegt, eine an die positive und eine an die negative Stromversorgung.