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Logikschaltung mit einem Logik-Impuls-Injektor untersuchen.


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Logik-Impuls-Injektor

Beim Suchen von Fehlern in Logikschaltungen ist es hilfreich, wenn an bestimmte Stellen der Schaltung Impulse eingeschleust werden können. Wir injizieren zusätzliche Impulse.

Attention idea

Logik-Impuls-Injektor und Logiktester

Ein Logik-Impuls-Injektor ist die ideale Ergänzung eines Logiktesters.

  • Der Logiktester wertet die Signale einer digitalen Leitung (Ausgang) aus.
  • Der Logik-Impuls-Injektor generiert Signale (injiziert) in eine digitale Leitung.
  • Der Logiktester zeigt die Wirkung der injizierten Signale.
  • Damit kann Wirkung einer Digitalschaltung analysiert werden und
  • Fehler erkannt werden.

Wir wollen also in eine bestehende Digitalschaltung eingreifen ohne sie zu verändern.

  • Offene Eingänge sind unproblematisch: Wir brauchen nur ein digitales Signal einzugeben.
  • Leitungen inmitten einer Schaltung bereiten bereiten hingegen Probleme. An einer Leitung liegen zwar Eingänge von Logikbausteinen, aber auch der Ausgang eines Bausteins.
  • Dieser Ausgang ist das Problem.
  • Wir könnten die Leitung vom Ausgang auftrennen.
  • Wenn wir dem Ausgang des Baustein einfach ein High oder Low aufzwingen, kann dieser überlastet werden.
  • Besser prägen wir dem Ausgang nur für sehr kurze Zeit ein High oder Low auf. Wir injizieren Logik-Impulse in die Schaltung.
Attention ;-)

Low oder High

Wir verwenden hier die Pegel Low und High.

  • Der Pegel Low ist die logische 0
  • Low ist unter 0,8V
  • Der Pegel High ist die logische 1
  • High ist über 2,4V

Fehlersuche mit Logik-Impuls-Injektor und Logiktester

Falls an einem Ausgang das Ergebnis nicht mit dem erwarteten übereinstimmt,

Gibt es im wesentliche drei Strategien der Fehlersuche:

  • Vom Anfang zum Ende,
  • vom Ende zum Anfang und
  • zur Not von Mitte zu Mitte
  • Die Chaos-Strategie ist meistens wenig erfolgreich.

Eine weitere Technik besteht in der

  • Injizierung von Signalen

Dazu brauchen wir eine Schaltung, die

  • kurze Impulse erzeugt,
  • dem Ausgang von Logikbausteinen ein Low und
  • ein High aufprägen kann,
  • sowie die Möglichkeit, die Impulse auszulösen.

Die Impulse können wir einfach mit einem Taster auslösen. Der Taster muss natürlich entprellt sein und beim Betätigen ein High und beim Loslassen ein Low erzeugen.

Für die kurzen Impulse wären z.B. monostabile Multivibratoren geeignet. Um einem logischen Ausgang einen Pegel aufzuzwingen, wird allerdings ein kräftiger Treiber benötigt. Der Treiber soll aber nur während der kurzen Impulse aktiv sein und ansonsten die untersuchte Schaltung nicht beeinflussen.

Manchmal ist es hilfreich, wenn auch eine Folge von Impulsen injiziert werden kann.

ImpulsGenerator_s.png
Bild 1: Schaltung des Impuls-Injektors

In der Mitte der Schaltung wird ein Timer 555 sowohl als Schmitt-Trigger als auch als astabiler Multivibrator verwendet. Der LMC555 wird verwendet, weil damit der Impuls-Injektor für eine Versorgungsspannung von 3V bis 15V eingesetzt werden kann.

Der Taster SW1 löst Einzelimpulse aus. Er wird durch das R-C-Glied R3 und C2 entprellt. Mit R2 wird ein Kurzschluss des Kondensators vermieden. Der Timer 555 wird als Schmitt-Trigger betrieben. Der Schmitt-Trigger vermeidet Probleme mit der langsam steigenden Spannung am Kondensator. Am Ausgang des Timers liegt ein eindeutiger logischer Pegel: High = Taste betätigt.

Der Taster SW2 schaltet den Timer 555 als astabilen Multivibrator. Durch die Widerstände R4, R5 und den Kondensator C1 wird eine Frequenz von etwa 4,8kHz eingestellt, d.h. eine Periode um 0,21µs.

Der Transistor Q2 ist notwendig, weil der Timer LMC555 die Ströme für die Ausgangstransistoren nicht liefern kann. Q2 wird als einfacher Schalter eingesetzt.

Die Treiber für den Ausgang sind ebenfalls einfache Transistor-Schalter, die aber einen Strom von bis zu 200mA schalten können, der PNP-Transistor Q3 für den High-Impuls und der NPN-Transistor Q4 für Low.

Für die Erzeugung der kurzen Impulse ist ein monostabiler Multivibrator zu aufwändig. Die Transistoren werden einfach über R-C-Glieder angesteuert. Q3 wird über R8 und C4 sowie Q4 über R7 und C5 angesteuert. Die Zeit ist etwa R7 * C5 = R8 * C4 = 1kΩ * 1nF = 1µs.

Q4 wird nur bei der steigenden Flanke am Ausgang von Q2 eingeschaltet, Q3 bei der fallenden. Wenn beide Transistoren Q3 und Q4 gleichzeitig angesteuert würden, würden sie einen Kurzschluss der Versorgungsspannung erzeugen. Dieses kann nicht geschehen, weil durch das Entprellen des Tasters zwischen den Flanken mindestens 0,1s liegen, die R3 und C1 erzeugen. Beim Betrieb als astabiler Multivibrator liegen zwischen LOW und HIGH mindestens 70µs.

Q1 verhindert eine Beschädigung bei Verpolung der Versorgungsspannung. LED1 zeigt die Verpolung an. LED2 zeigt das eine korrekte Versorgungsspannung anliegt und dient zur Beleuchtung der Messspitze. C7 und R11 schützen den Impuls-Injektor, wenn versehentlich die Messspitze an eine fehlerhafte Spannung gelegt wird.

Wenn die Impulse abgegeben werden, fließen kurzzeitig relativ hohe Ströme in der Stromversorgung. Um Störungen zu vermeiden, ist der Keramik-Kondensator C3 mit 1µF nötig.

Der Impuls-Injektor wird an die Versorgungsspannung der untersuchten Schaltung angeschlossen. Die Zuleitungen sollten möglichst kurz sein, um saubere Impulse generieren zu können.

Aufbau

Stückliste

Bauelement Wert Typ Stück Preis Gesamtpreis Reichelt
ebay Suche
R1, R4, R5,
R7, R8, R9, R10
1kΩ SMD 603 7 0.02 0.14 RND 1550603 BK
R2, R11 10k SMD 603 2 0.02 0.04 RND 0603 1 10K
R3 910kΩ SMD 603 1 0.02 0.02 RND 155HP03 EP
R6 4,7kΩ SMD 603 1 0.02 0.02 RND 0603 1 4,7K
C1, C2 100nF/25V SMD 603 2 0.02 0.04 KEM Y5V0603 100N
C3 1µF/25V SMD 1206 1 0.05 0.05 KEM Y5V1206 1,0U
C4, C5 1nF/50V SMD 603 2 0.03 0.06 KEM X7R0603 1,0N
C6 1µF/25V Scheibe, RM 5mm 1 0.40 0.40 keramikkondensator 1µf
LED1 3mm/rot 1 0.07 0.07 LED 3MM RT
LED2 3mm/weiß 1 0.23 0.23 EVL 264-15/T2C4
U1 LMC 555 DIL8 1 0.77 0.77 TLC 555 CP
Q1 IRLML6402 SOT23 1 0.45 0.45 IRLML 6402
Q2, Q4 BC817 SOT23 2 0.02 0.04 BC 817-25 DIO
Q3 BC807 SOT23 1 0.02 0.02 RND BC807
SW1, SW2 Kurzhubaster 6x6mm, Höhe: 4,3mm 2 0.16 0.32 TASTER 3301
Lochrasterplatine 20mm x 80mm beidseitig RM 2,54mm 1 2.20 2.20 lochrasterplatine 20 x 80
Summe 4.87

Der Kondensator C3 ist eine Keramik-Scheibe mit einem Raster von 5mm. Er kann auch bei Pollin oder Conrad bezogen werden.

Attention >

Die Darstellung des Layout wird ausführlich in Darstellung in KiCAD beschrieben.

ImpulsGenerator-brd_s.png
Bild 2: Layout des Impuls-Injektors
Attention >

Lochrasterplatine

Dieses Projekt wird auf einer Lochrasterplatine mit durchkontaktierten Lötpunkten aufgebaut.

Wie es geht, beschreibt dieses Praktikum.

Der Impuls-Injektor kann auf eine kleine Lochrasterplatine mit durchkontaktierten Lötinseln von 1,5cm * 8cm aufgebaut werden. Das Layout geht von einer 2cm * 8cm Platine aus, die im Internet leicht zu beschaffen ist. Sie wird nach der Bestückung längs auf beiden Seiten beschnitten und vorne abgeschrägt.

Es werden fast nur SMD-Bauelemente verwendet. Der Aufbau erfordert also etwas Erfahrung im Löten.

Die Taster haben vier Anschlüssen, die jeweils zu zweit verbunden sind. Im Layout wird diese durch die hellroten Linien angedeutet.

Die weiße LED wird horizontal eingebaut, so dass sie die Messspitze beleuchten kann.

Als Messspitze wird ein Tapetennagel aus Stahl verwendet.

Der Logik-Impuls-Injektor wird am besten einen durchsichtigen Schrumpfschlauch "eingebaut".

ImpulsGenerator-brd-Top-3D_s.png
Bild 3: Impuls-Injektor von oben in 3D

Die Drahtbrücken sind gut zu erkennen.

ImpulsGenerator-brd-Bottom-3D_s.png
Bild 4: Impuls-Injektor von unten in 3D

Auch auf der Unterseite sind Drahtbrücken nötig.

Iterativer Aufbau

Attention pin

Nomenklatur

  • (C,02) sind die Koordinaten eines Lötpunkts.
  • (C,02)+(C,03) sind Lötpunkte, an die ein Bauelement gelötet wird.
  • (C,02)-(D,03) Verbindung von (C,02) bis (D,03) wie im Layout.
  • U1(8) bezeichnet den Anschluss 8 des Bauelements U1.
Attention work

Test-Geräte

  • Wir brauchen eine Test-LED: eine LED mit einem Vorwiderstand von 1kΩ und zwei Messleitungen.
  • Außerdem ist ist ein Logiktester mit Impulserkennung notwendig:
Attention attention

Beschriftung

Die 2cm * 6cm Platinen sind mit A, B, ... beschriftet.

  • Das ist hilfreich bei der Bestückung
  • Aber die Zählweise von Ober- und Unterseite können abweichen.

Runde 1 (Stromversorgung)

ImpulsGenerator-brd-1-Top-3D_s.png
ImpulsGenerator-brd-1-Bottom-3D_s.png
Impulsgenerator-Top-1_s.png
Die Drahtbrücken wurden mit lötbarem Kupferlackdraht erstellt

Wir beginnen mit den beiden Anschlussdrähten. Die Bohrungen für die Durchführungen müssen aufgebohrt werden. Erst anlöten und dann durchziehen.

C1 (Z,02)+(Y,02) und R1 (X,05)+(X,04) auf der Oberseite eingelötet Die LED1 (X,03)+(Y,03) wird von oben eingesetzt und unten angelötet.

Danach wird Q1 auf der Unterseite bei (V,04), und (V,03) angelötet.

Die folgenden Verbindungen werden alle_auf der Unterseite_ hergestellt:

Von U+ (Z,05) an R1 (X,05) und die Drain von Q1 (W,04) und (W,03).

Ebenso wird LED1 (Y,03) über U- (Z,03) nach C1 (Z,02) verbunden.

Letztlich werden R1 (X,04) und LDE1 (X,03) verbunden.

R10 (E,02)+(E,03), C5 (G,02)+(H,02) und R2 (V,02)+(W,02) werden von oben eingelötet, weil diese nach dem Einsetzen der Drahtbrücken für GND nicht gut zu löten wären.

Wir setzen die Drahtbrücken JP1 bis JP5 für GND von (C,02) über (F,02), (I,02), (K,02), (T,02) bis (A',02) von oben ein. Einige werden in das gleiche Lötloch eingesetzt.

JP5 (A',02) wird unten mit C2 (Z,02) verbunden.

Nun muss noch die Verbindung von GNG (T,02) zum Gate von Q1 (V,03) auf der Unterseite hergestellt werden.

  • Test 1: Stromversorgung
  • Wird U+ an +5V angeschlossen, darf LED1 nicht leuchten und eine Test-LED die antiparallel zu LED1 (X,03)+(Y,03) gelegt wird, sollte leuchten.
    An der Source von Q1 (V,04) müssen +5V liegen. Eine Test-LED mit Vorwiderstand zwischen Source von Q1 (V,04) und GND (Z,03) sollte leuchten.
  • Wird die Stromquelle verpolt (Minus an U+) muss LED1 leuchten und zwischen Source von Q1 (V,04) und GND (Z,03) darf keine Spannung liegen. Eine Test-LED mit Vorwiderstand zwischen Source von Q1 (V,04) und GND (Z,03) darf nicht leuchten.

Runde 2 (Timer)

ImpulsGenerator-brd-2-Top-3D_s.png
ImpulsGenerator-brd-2-Bottom-3D_s.png
Impulsgenerator-Top-2_s.png
Impulsgenerator-Bottom-2_s.png

U1 (L,02)+(O,05), SW1 (P,02)+(R,05) und SW2 (S,02)+(U,05) von der Oberseite einsetzen und auf der Unterseite verlöten.

R3 (R,04)+(S,04), R4 (O,03)+(P,03), R5 (M04)+(N,04), R6 (L,03)+(M,03) und C2 (O,04)+(P,04) auf der Unterseite einlöten.

Auf der Unterseite:

U1(7) (M,05), R5 (N,04) und R4 (O,03) verbinden.

U1(4) (O,02), R5 (M,04) mit U1(8) (L,05) und JP6 (K05) verbinden aber (K05) noch nicht verlöten.

U1(3) (N,02) mit R6 (M,03) verbinden.

JP3 und JP4 bei (K,02) werden mit U1(1) (L,02) verbunden.

C2 (O,04) und U1(5) (O,05) verbinden.

R2 (V,02) mit SW1 (U,02) verbinden.

JP1 (T,01) mit SW1 (S,01) und C2 (P,04) verbinden.

R4 (P,03) mit SW1 (R,02) verbinden.

SW2 (P,05) wird über (Q,05) mit und R3 (R,04) auf der Unterseite verbunden. Aber (Q,05) noch nicht verlötet.

Dann JP8 (Q,05)+(N,05) auf der Unterseite einsetzen.

U1(2) (M,05) mit SW2 (P,05) auf der Unterseite mit JP8 verbinden.

JP10 (Q,02)+(X,02) wird auf der Unterseite eingesetzt und über (Q,02)-(P,02) sowie (X,02)-(Y-02) verbunden.

JP6 (K,05)+(T,05) wird von der Oberseite eingesetzt.

R3 (S,04) mit Q1 (V,04) auf der Unterseite verbinden und dann mit JP6 (T,05)-(T,04).

  • Test 2: Timer
  • U+ an +5V und U- an 0V. Den Logiktester an die selbe Stromversorgung.
  • Mit dem Logikstift: liegt an U1(1) OV (LOW) und an U1(8) und U1(4) 5V (HIGH)?
  • Mit dem Logikstift: liegt an U1(3) (LOW)?
  • Falls nicht, die Leitungen der Stromversorgung prüfen.
  • Wird der Taster SW1 betätigt, gibt U1(3) (HIGH) ab.
  • Wird der Taster SW1 losgelassen, gibt U1(3) wieder (LOW) ab.
  • Wird der Taster SW2 betätigt, liegen an U1(3) Impulse.
  • Der Logikstift muss sowohl (HIGH) als auch (LOW) und Impulse anzeigen.
  • Falls an U1(3) keine Impulse liegen:
  • An U1(2) liegt bei nicht betätigten Tastern ein schwaches (HIGH), weil es über R3 mit 910k erzeugt wird.
  • An U1(2) muss (LOW) liegen, wenn SW1 betätigt wird.
  • Am Taster SW1 (U,02) muss wie an U1(2) ein schwaches (HIGH) liegen, wenn SW1 nicht betätigt ist.
  • Am Taster SW1 (U,02) muss (LOW) liegen, wenn SW1 betätigt wird.
  • Liegt am Taster SW1 (S,02) (LOW)?.
  • Am Taster SW2 (R,02) muss (HIGH) liegen, wenn SW2 nicht betätigt ist.
  • Wird der Taster SW2 betätigt, muss das (HIGH) an (U,02) heller werden.
  • Das Signal an U2(6) muss mit U1(2) identisch sein.
  • An U2(7) muss (LOW) liegen, wenn kein Taster betätigt wird.
  • An U2(7) muss (HIGH) liegen, wenn SW1 betätigt wird.
  • An U2(7) müssen Impulse liegen und (LOW) als auch (HIGH) erzeugt werden.
  • An C1 (Z,02) muss (LOW) liegen.
  • An C1 (Y,02) müssen die gleichen Pegel liegen wie an U2(6) und U1(2).
  • Sind C1, R2, R3, R4 und R5 korrekt angeschlossen?

Runde 3 (Ausgangsstufe)

ImpulsGenerator-brd-3-Top-3D_s.png
ImpulsGenerator-brd-3-Bottom-3D_s.png

R7 (I,05)+(I,04), R8 (G,03)+(H,03), R9 (F,05)+(F,04), R11 (B,04)+(B,03), C4 (G,04)+(H,04) und Q3 (E,05)+(E,04) auf der Oberseite einlöten.

C3 (I,05)+(I,03) von der Oberseite einsetzen und unten anlöten.

C6 (B,04)+(B,03), Q2 (K,03)+K(02) und Q4 (E,03)+(E,02) auf der Unterseite einlöten.

Auf der Oberseite den Kollektor von Q3 mit (D,05) und (D,04) verbinden.

Weiter auf der Unterseite:

R6 (L,03) mir der Basis von Q2 (K,03) verbinden.

Kollektor von Q2 (J,02) und (J,03) an R7 (J,04) über (I,04) an R8 (H,03) weiter an C5 (H,02) verbinden.

R8 (H,04) und C4 (G,03) sowie C4 (G,04) über R9 (F,04) mit Q3 (E,04) verbinden.

Die Basis von Q4 (E,03) mit C5 (G,02) verbinden.

Den Kollektor von Q4 (D,02) mit dem Kollektor von Q3 (D,04) verbinden .

Den Kollektor von Q3 (D,05) über (B,05) mit C6 (B,04) verbinden.

Den Emitter von Q4 (E,02)-(F,02) mit GND verbinden.

Den Emitter von Q3 (E,05) mit JP6 (K,05) verbinden. Damit werden auch R9, C3 und R7 an VCC angeschlossen.

  • Test 3: Ausgangsstufe
  • U+ an +5V und U- an 0V. Den Logiktester an die selbe Stromversorgung.
  • An (B,03) wird ein Draht eingelötet und als provisorischer Ausgang benutzt.
  • Bei offenem Ausgang zeigt der Logiktester weder (LOW) noch (HIGH) also (OFFEN) an.
  • Widerstand von 100Ω zwischen Ausgang und Masse (GNG) und den Logiktester am Ausgang:
  • Der Logiktester zeigt (LOW) an.
  • Wenn der Taster SW1 betätigt wird, gibt der Ausgang einen Impuls ab.
  • Wenn der Taster SW2 betätigt wird, gibt der Ausgang Impulse ab.
  • Widerstand von 100Ω zwischen Ausgang und U+ und den Logiktester am Ausgang:
  • Der Logiktester zeigt (HIGH) an.
  • Wenn der Taster SW1 betätigt wird, gibt der Ausgang erst dann einen Impuls ab, wenn der Taster losgelassen wird.
  • Wenn der Taster SW2 betätigt wird, gibt der Ausgang Impulse ab.
  • Fehlersuche
  • Wenn der Taster SW2 betätigt wird, gibt der Ausgang U1(3) Impulse ab.
  • Am Kollektor von Q2 (J,02) und (J,03)
  • liegt normalerweise (HIGH).
  • wird SW1 betätigt, liegt dort (LOW).
  • wird SW2 betätigt, werden Impulse angezeigt.
  • Am Emitter von Q3 (E,05) liegt (HIGH).
  • An der Basis von Q3 (E,04) liegt (HIGH).
  • Wird SW2 betätigt, werden an der Basis von Q3 (E,04) keine Impulse angezeigt.
  • Am Emitter von Q4 (E,02) liegt (LOW).
  • An der Basis von Q4 (E,03) liegt (LOW).
  • Wird SW2 betätigt, werden an der Basis von Q4 (E,03) keine Impulse angezeigt.
  • Wenn SW2 betätigt liegen am Kollektor von Q3 (D,05) und (D,04) Impulse.
  • Wenn SW2 betätigt liegen am Kollektor von Q4 (D,02) und (D,03) Impulse.

Runde 4 (Fertig aufbauen)

ImpulsGenerator-brd-Top-3D_s.png
ImpulsGenerator-brd-Bottom-3D_s.png

LED2 (C,04)+(C,03) von der Oberseite einlöten.

LED2 mit GND (C,02)-(C03) verbinden.

Die Drahtbrücke JP7 (C,04)+(Y-04) auf der Unterseite einlöten.

  • Test 4 Funktionsprüfung
  • U+ an +5V und U- an 0V. Den Logiktester an die selbe Stromversorgung.
  • An (B,03) wird ein Draht eingelötet und als provisorischer Ausgang benutzt.
  • Der Tapetennagel wird erst eingesetzt, wenn der Logik-Impuls-Injektor alle Tests bestanden hat und die Platine auf Maß bearbeitet wurde.
  • Wenn die Stromversorgung korrekt angeschlossen ist, leuchtet LED2.
  • Wenn die Stromversorgung verpolt ist, leuchtet LED1.
  • Vorbereitung:
    Alle Eingänge der sechs Inverter eines 74HC4049 parallel schließen und über einen 1kΩ Widerstand an +5V legen. Alle Ausgänge der Inverter des 74HC4049 parallel schließen. Der 74HC4049 hat dieselbe Stromversorgung wie der Logik-Impuls-Injektor und der Logiktester.
  • Wenn der Logik-Impuls-Injektor an die Ausgänge des 74HC4049 angeschlossen werden und Taster SW2 betätigt wird, zeigt der Logiktester Impulse an.
  • Wenn die Eingänge des 74HC4049 auf GND (0V) gelegt werden, zeigt der Logiktester auch Impulse an.
  • Test bei 3,3V und 12V Stromversorgung wiederholen.

Platine fertig stellen

Die Platine wird auf Maß bearbeitet.

Der Tapetennagel wird anstelle des blanken Drahts eingelötet.

Die Platine wird anschließend mit Spiritus gereinigt und dann in einen durchsichtigen Schrumpfschlauch "eingebaut".

Attention >

Messspitze

Als Messspitze eignet sich ein Tapetennagel aus Stahl.

Stahl lässt sich allerdings nicht gut löten.

  • Vor dem Verlöten mit Schmirgel blank putzen.
  • Kein Lötfett oder gar Säure verwenden

Ergebnisse

Der Impuls-Injektor erzeugt beim Betätigen der Taste einen einzelnen High Impuls und beim Loslassen einen einzelnen Low Impuls mit einer Dauer von 1,5µs bis 2µs.

Bei einer Betriebsspannung von 5V wird der Ausgang eines 74HC4049 bei Low auf unter 0,4V gezogen und bei High über 4,5V. Ebenso werden Pegel der Bustreiber 74HC245 und 75LS245 sauber behandelt.

Der Impuls-Injektor

  • arbeitet bei Betriebsspannungen von 3V bis 15V.
  • negative Betriebsspannungen werden als fehlerhaft angezeigt.
  • Spannungen von -15V bis +15V werden am Ausgang verkraftet
  • dabei fließt ein Strom von maximal 1,5mA
  • wenn keine Betriebsspannung anliegt, aber am Ausgang eine positive Spannung, leuchtet die weiße LED.
  • liegt der Ausgang unmittelbar an +5V, bzw. bei 5V Versorgung an Masse, wird ein Impuls von 2µs und 500mA erzeugt.
  • bei +15V sind es bis zu 1,5A :-(

Messungen

Die folgenden Messungen wurden bei 5V Versorgung am Ausgang von sechs parallel geschalteten 4049-Invertern durchgeführt.

Impuls_to_HIGH_s.png
Bild 5: Sechs parallelen 4049-Ausgängen mit LOW wird HIGH aufgeprägt
Impuls_to_LOW_s.png
Bild 6: Sechs parallelen 4049-Ausgängen mit HIGH wird LOW aufgeprägt

Der Prototyp

Impulsgenerator_s.png
Bild 7: Prototyp des Impuls-Injektors
Impulsgenerator-Top_s.png
Bild 8: Prototyp des Impuls-Injektors von oben

Die Drahtbrücken wurden mit lötbarem Kupferlackdraht hergestellt.

Impulsgenerator-Bottom_s.png
Bild 7: Prototyp des Impuls-Injektors von unten