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Praktische Elektronik


Fast ein Märchen für Elektroniker


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Phantasie über Elektronen

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Phantasie über Elektronen - Phantastische Elektronen

Fast ein Märchen für Elektroniker

Elektronen haben es nicht leicht. Sie sind fast immer eingesperrt. Sie müssen ihr Leben lang im Kreis flitzen. Ausbrechen, das wäre es. Aber als Elektron wird man so kurz gehalten, dass man dazu nicht die Kraft hat. Wenn man doch das Glück hätte, eins der Energieriegel zu erhaschen, die manchmal vorbeikommen. Hat man eins, muss man feststellen, das die Zellen benachbarter Kreise schon besetzt sind.

Alle Elektronen glauben, eines Tages frei zu sein.

Es kursieren Gerüchte, Kollegen hätten einen so großen Riegel erwischt, dass sie in weiter Ferne einen leeren Platz erreichten. Diese Riegel sollen eine Verpackung mit Werbung und schönen Fotos haben. Meistens hatten die glücklichen Elektronen dennoch Pech. In einem Augenblick der Unaufmerksamkeit sind sie in eine enge Zelle weiter unten zurückgefallen. Vor Schreck haben sie dann die Fotos weggeworfen. Und andere mussten sich mit Fotos anstelle von Energieriegeln begnügen.

Einige Elektronen fristen ihr Dasein zusammen mit anderen in einer engen Zelle. Sie haben nur eine Chance zu entkommen, wenn sie einen kräftigen Riegel schnappen. Dann sind sie frei und können machen was sie wollen. Oft lassen sie den Verpackungsmüll in der Zelle zurück. Wie das so ist im Leben, hat man erst eine unangenehme Phase hinter sich gelassen, erinnert man sich nur noch an die schönen Fotos in der Zelle und spricht mit Tränen in den Augen von den Photozellen.

In der Freiheit ist es wie im Science-Fiction-Romanen. Hypermoderne Fortbewegungsmittel, Bandstraßen mit verschiedenen Geschwindigkeiten sind üblich. Sie sind leider nicht kostenlos und werden mit Energieriegeln bezahlt. Manche Riegel werden verbrannt und sorgen für Beleuchtung. Die armen Elektronen auf den langsamen Bändern müssen sich mit rotem Licht begnügen. Die großen Tiere auf den schnellen Bändern haben natürlich blau.

Im freien Gelände ist es dunkel und mühsam sich zu bewegen. Man läuft Gefahr, in ein Loch zu fallen. In einem Loch ist man als Elektron nicht mehr frei, weil man nur noch von Loch zu Loch hüpfen kann. Am Ende einer Odyssee kommt man in ein Land, dass von einem Halsabschneider regiert wird, der Elektronen sammelt. Seine Elektronen müssen neue Löcher buddeln, in denen der Chef Elektronen fängt und immer reicher wird. Er kann sich daran ergötzen, dass die leeren Löcher sich immer weiter entfernen und Elektronen zu ihm kommen. Seine Untertanen hoffen, das irgend wann einmal keine Elektronen in seine Löcher fallen und Chef gemeinsam mit denen aus den oberen Etagen - der Löcherleitung - wegen eines Schneballsystems vor den Kadi kommt.